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Demenz

Schlechte Bezahlung in der Altenpflege – ein häufiges Problem

Trotz das die Altenpflege zunehmend an Bedeutung gewinnt, werden die Altenpfleger immer noch schlecht bezahlt. Doch schlechte Bezahlung ist das eine, auch die Lohnunterschiede sind je nach Bundesland sehr groß. Wie groß die Lohnunterschiede sind zeigt ein Lohnvergleich zwischen Niedersachsen und Baden-Württemberg. So verdient ein Altenpfleger in Baden-Württemberg rund 500 Euro im Monat mehr und das bei gleicher Arbeit.

Um das geht es in den Tarifverhandlungen

Dies wollen die Wohlfahrtsverbände der Diakonie und AWO jetzt ändern und haben mit Tarifverhandlungen mit Verdi begonnen. Wie lange die Tarifverhandlungen andauern, ist aktuell noch offen. Auch ist nicht sicher, ob es tatsächlich zu einem Lohnangleich kommt. Immerhin geht es um das Geld von 105.000 Alternpfleger in Niedersachsen. Im Schnitt beträgt derzeit der Durchschnittslohn von einer Altenpflegekraft bei rund 2209 Euro brutto. Wie notwendig eine einheitliche Bezahlung über Ländergrenzen hinweg notwendig ist, zeigt auch eine Studie im Auftrag der Wohlfahrtsverbände. Nach dieser Studie kommen auf 100 freie Stellen lediglich 38 Bewerber, diese zwei Zahlen zeigen die ganze Miserie in der sich die Altenpflege befindet. Ein wesentlicher Grund für die fehlenden Fachkräfte in der Altenpflege, ist mitunter die schlechte Bezahlung. Da helfen auch keine gutgemeinten Ratschläge verschiedener Politiker die den Pflegeeinrichtungen anraten, in den Asylunterkünften nach neuen Pflegekräften zu werben.

Altenpfleger gesucht

Arbeitsbedingungen häufig schlecht

Doch es fehlt nicht nur an Nachwuchs in der Altenpflege, sondern auch bei den Arbeitsbedingungen gibt es erheblichen Nachholbedarf. So ist im Vergleich zu anderen Berufen, der Krankenstand von Pflegekräften in der Altenpflege besonders hoch. Ein weiteres großes Problem neben Bezahlung, Arbeitsbedingungen, ist auch die Fluktuation in den Pflegeeinrichtungen. So hören viele Altenpfleger nach bereits wenigen Jahren aufgrund der Arbeitsbedingungen auf und suchen sich eine andere Stelle. Doch dieses Problem wird man nicht nur mit Geld lösen können, hier geht es auch um die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Aufstiegschancen in der Altenpflege, Entlastungen bei der Bürokratie und vielen mehr. Viele der Punkte können hierbei die Gewerkschaften und Wohlfahrtsverbände gar nicht beheben, hier ist vielmehr die Politik und die Krankenkassen gefordert, bessere Arbeitsbedingungen, auch zum Beispiel durch höhere Pflegesätze und mehr Zeit zu sorgen. Wie notwendig die Anhebung der Pflegesätze ist, zeigt auch ein Erklärung der Cariats zu Beginn der Tarifverhandlungen, nach der sie aus wirtschaftlichen Gründen in den letzten Jahren alleine In Hannover fünf Einrichtungen und Wolfsburg zwei Einrichtungen schließen musste.

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