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Altenpflege

Mehr Hilfen für Menschen mit Demenz

Pflegebedürftigkeit kann jeden treffen und dies nicht nur in fortgeschrittenem Lebensalter. Ein Unfall bei der Arbeit oder im Straßenverkehr oder eine schwere Krankheit können auch bei jüngeren Menschen eine drastische Einschränkung der Lebensqualität und der Selbständigkeit zur Folge haben. Wer nicht ohne Hilfe zurechtkommt, benötigt in der Regel die Unterstützung von Angehörigen oder sogar einen professionellen Pflegedienst.

Neuerungen bei der Pflegeversicherung in Sicht

Über zwei Millionen Bürger erhalten in Deutschland derzeit finanzielle Leistungen aus der Pflegekasse, das sie pflegebedürftig sind und Hilfe benötigen. Bisher wurde bei der Begutachtung von Patienten durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen und der Festlegung der Pflegestufe eine Demenzerkrankung nicht berücksichtigt. Bei der Ermittlung des Pflegebedarfs wurden bis dato nur körperliche Einschränkungen gezählt. Eine Demenz kann jedoch bei verbliebener körperlicher Mobilität viel einschränkender sein, weil der Erkrankte bei allen Aktivitäten des täglichen Lebens Hilfe benötigt. Nicht mehr alleine essen können, sich nicht allein waschen und ankleiden können und die Orientierung zu verlieren, dies ist Alltag für an Demenz erkrankte Menschen. Die richtigen Hilfen wurden diesen Menschen bisher versagt.

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Neue Pflegestufen und höhere Beiträge für die Pflegekasse

Nun hat die Bundesregierung ein Gesetz auf den Weg gebracht, welches den Weg frei machen soll, für Gelder aus der Pflegekasse für alle diejenigen, die aufgrund von Alzheimer oder einer Demenzerkrankung Hilfe und Pflege benötigen. Das Gesetz soll im August verabschiedet werden und ab dem Jahr 2017 Anwendung finden. Von den eingeführten Neuerungen profitieren nicht nur die Patienten, die neu begutachtet werden, sondern auch alle, die bereits Gelder aus der Pflegeversicherung beziehen. Finanziert werden soll das neue Konzept unter anderem über eine Erhöhung der Beiträge für die Pflegeversicherung. Demnach steigt der Beitrag von ehemals 2,35 auf 2,55 Prozent, für Kinderlose von bisher 2,6 auf 2,8 Prozent. Eine weitere Neuerung ist die Änderung der Pflegestufen. Aus den bisher vorhandenen drei Pflegestufen werden nun insgesamt fünf. Dies bietet mehr Möglichkeiten, die noch verbliebenen Ressourcen und Fähigkeiten der Patienten abzustufen.

Ein Kommentar

  1. In meiner Umgebung gibt es eine Person mit Demenz, das ist eine echt schreckliche Krankheit. Das ist sehr gut, dass diese Menschen mehr Hilfe bekommen.

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