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Überforderung in der Altenpflege

Macht die Altenpflege krank? AOK warnt vor.

Eine neue Studie der AOK im Bundesstaat Bayern zeigt auf, dass Altenpfleger deutlich häufiger krank werden als andere Berufsgruppen. Aber nicht nur das – auch soll das Durchschnittsalter der, vor allem weiblichen Angestellten, immer weiter ansteigen.

Angestellte im Pflegedienst sind Krankheiten deutlich häufiger ausgesetzt. Kein Wunder, der ständige enge Körperkontakt ist in diesem Beruf gänzlich unvermeidbar. Besonders Atemwegserkrankungen sind in diesem Zusammenhang ein Thema von zentraler Bedeutung. Diesen, aber natürlich vielen weiteren Belastungen sind Pflegekräfte im täglichen Berufsleben heute ausgesetzt. Einmal krank werden kann jeder. Was aber, wenn man aufgrund seiner Arbeitsbedingungen täglich mit Krankheiten konfrontiert ist. Laut einer neuen Studie der AOK ist das Risiko in der Altenpflege während der täglichen Arbeitszeit krank zu werden um etwa ein Drittel höher, als bei allen Berufsgruppen im Freistaat Bayern. Der allgemeine Gesundheitszustand des Personals in der Altenpflege habe sich in den vergangenen Jahren deutlich verschlechtert, so die AOK. Auch die Krankheitsdauer dauerte im Schnitt länger als bei anderen Berufsfeldern.

Angesichts der herrschenden Arbeitsbedingungen in der Pflege sind diese Werte auch kein Zufall. Schwere körperliche Arbeit gepaart mit zusätzlichen Arbeitsbelastungen wie beispielsweise dem täglichen Papierkram sind für Angestellte heutzutage immer schwerer zu bewältigen. Immer weniger Kräfte sollen heute die täglichen Arbeiten in den Pflegeheimen bewältigen und die Einsparungen werden nicht weniger. Psychische Erkrankungen aufgrund von Arbeitsunfähigkeit sind im Bereich der Altenpflege längst keine Seltenheit mehr.

Altenpfleger gesucht

In den häufigsten Fällen sind Pflegekräfte in Altenheimen im Freistaat Bayern von Atemwegserkrankungen betroffen – immerhin rund 23 Prozent, laut AOK. Der enge Körperkontakt spiele hier eine übergeordnete Rolle. Ebenso häufig kommt es zu einem Infektionsrisiko durch Stich- und Schneideverletzungen mit gleichzeitigem Kontakt zu Körperflüssigkeiten. An zweiter Stelle, mit rund 16 Prozent der häufigsten Erkrankungen von Pflegekräften, stehen Muskel- sowie Skelett-Beschwerden. Schweres Tragen und Heben bettlägeriger Menschen gehört im Bereich der Altenpflege zur täglichen Arbeit und ist gänzlich unvermeidbar.

Fast die Hälfte aller Krankheitsfälle sind Langzeitfälle, so die AOK Bayern.

Zu alledem kommt die Tatsache, dass das Durchschnittsalter der Beschäftigen im Altenpflegebereich steigt. Die meist weiblichen Beschäftigen sind im Durchschnitt rund 43 Jahre alt. Die Tendenz hierzu ist steigend. Dieses Ergebnis lässt aufhorchen – es könnte in der Zukunft zu drohenden Engpässen im Altenpflegebereich kommen.

Hat die Altenpflege ein Imageproblem? Immer mehr Menschen benötigen Pflege. Das Durchschnittsalter steigt. Doch der Beruf des Altenpflegers ist heutzutage wenig attraktiv. Kein Wunder – viel Arbeit, schlechte Bezahlung und die Aussicht auf eventuelle Spätfolgen im Alter nach jahrelanger Arbeit im Altenheim.

Eins ist klar – die Altenpflege ist dringend überholungsbedürftig was ihre Arbeitsbedingungen angeht, denn kein anderer Beruf ist so zukunftsträchtig.

Ein Kommentar

  1. Ich kriege das kotzen,wenn ich die Kommentare lese,diese Leute müssten mal 12tage am Stück arbeiten,2tage frei und dann wieder 10 tage arbeiten,wenn ich nur Windeln wechseln müsste und füttern,das wäre schön, die haben anscheinend keine Ahnung von. Der medizinischen Seite und dem Papierkrie, der Beruf erfordert kraft und Intelligenz, man zeigt aber im fernsehen aber immer nur essen anreichern und waschen,das macht aber keine Fachkraft aus

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