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Fusspflege

Die Fußpflege in der Altenpflege richtig durchführen

Die Fußpflege ist ein Teilbereich der täglichen Hygiene, das Baden und Eincremen der Füße wird von Altenpflegern regelmäßig durchgeführt. Viele Patienten können ihre Zehennägel im Alter nicht mehr eigenständig schneiden und erbitten dies von ihren Pflegern. Bestimmte Erkrankungen können in der Fußpflege ein Risiko darstellen, Altenpfleger sollten vor der Pediküre einige Aspekte beachten. Wir verraten Ihnen Tipps und worauf Sie achten sollten.

Fußbäder gehören in der Pflege zum Alltag

Die tägliche Fußpflege der Patienten ist in den Arbeitsalltag der Altenpfleger integriert und umfasst das Waschen, das gründliche Abtrocknen und das Eincremen der Füße. In der Regel können diese Aufgaben von allen Altenpflegern durchgeführt werden, eine zusätzliche Schulung ist nicht erforderlich. Auf den Patienten wirkt ein Fußbad meist entspannend und beruhigend. Altenpfleger sollten sich jedoch bei jedem Fußbad bewusst machen, dass das warme Wasser die Haut aufweicht und Bakterien in den Körper gelangen können, bei offenen Hautstellen an den Füßen sollten keine Fußbäder vorgenommen werden. Zusätze im Fußbad können die Haut austrocknen, das Eincremen darf nicht ausgelassen werden. Bei Hautveränderungen an den Füßen sollte die Notwendigkeit eines Fußbades mit einem ausgebildeten Fußpfleger besprochen werden.

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Die Pediküre und ihre Risikogruppen

Die kosmetische Fußpflege, die auch als Pediküre bezeichnet wird, umfasst zusätzlich das Schneiden und Feilen der Nägel, das Entfernen von Hornhaut und das Durchführen von Fußmassagen. Altenpfleger, die diese Aufgaben bei ihren Patienten durchführen, sollten eine spezielle Schulung besucht haben, um diese Arbeit fachgerecht vorzunehmen, die Risiken zu kennen und einschätzen zu können, wann eine professionelle Fußpflegerin miteinbezogen werden sollte. Um das Einwachsen der Nägel zu verhindern, ist vor allem an den Seiten der Nägel auf ein ausreichendes Kürzen zu achten. Die sicherste Variante der Pediküre stellt das ausschließliche Feilen der Nägel auf die gewünschte Länge dar, die Wahrscheinlichkeit für Verletzungen sinkt.

Bei Patienten, die unter Diabetes leiden, sollten Altenpfleger jedoch keine Pediküre durchführen. Weil Verletzungen der Haut mitunter sehr langsam abheilen und die Patienten durch Nervenschäden im Fuß die Verletzung nicht immer bemerken, kann es zu schweren Infektionen kommen. Auch andere Patienten mit Stoffwechselerkrankungen und Blutgerinnungsstörungen fallen in diese Risikogruppe, durch verschiedene Medikamente kann die Wundheilung und Blutgerinnung ebenfalls eingeschränkt werden. Das Hantieren mit Schere und Feile in direkter Nähe zum Körper stellt auch bei den Patienten ein Risiko dar, die durch Nervenerkrankungen bedingt zu plötzlichen Krämpfen und Zuckungen neigen oder unter einem anhaltenden Zittern leiden. Hier besteht eine hohe Verletzungsgefahr. Patienten aus diesen Risikogruppen sollten nicht von Altenpflegern, sondern von ausgebildeten Fußpflegern behandelt werden, um die Gefahren zu minimieren.

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