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Unterschied Demenz und Alzheimer

Der Unterschied Demenz und Alzheimer ist nicht sofort erkennbar

Immer mehr Menschen erkranken an Demenz und Alzheimer, dabei ist vielen der Unterschied zwischen den beiden nicht ganz klar. Gerade Morbus Alzheimer kommt sehr häufig vor, was mit einer starken Medienpräsenz einher geht. Deshalb fragen sich viele, wo der Unterschied Demenz und Alzheimer liegt. Tatsächlich ist Alzheimer einfach eine Form von Demenz.

Sonderformen der Demenz und der Unterschied zu Alzheimer

Die häufigste Form von Demenz ist die sogenannte Vaskuläre Demenz. Der Unterschied Demenz und Alzheimer liegt hierbei vor allem beim Beginn und im Verlauf der Erkrankung, aber auch der individuellen Symptome. Während Alzheimer eher langsam und kaum merkbar beginnt, ist der Verlauf der Vaskulären Demenz sprunghaft. Das bedeutet, dass die Erkrankung sehr plötzlich ausbrechen kann und die Symptome unregelmäßig zunehmen. Patienten, die an dieser Form der Demenz leiden, haben im Vorfeld oft einen Schlaganfall erlitten und leiden oft unter Lähmungen und einem Taubheitsgefühl in den Gliedmaßen. Diese Symptome fehlen bei der Alzheimer-Demenz im Wesentlichen. Viele Patienten leiden an einer Mischform der beiden Demenzen, was die Diagnose deutlich erschwert.

Frontotemporale Demenz und ihr Unterschied zu Alzheimer

Dieser Unterschied zwischen Demenz und Alzheimer liegt vor allem in zwei Punkten. Zum einen tritt Alzheimer kaum familiär gehäuft vor, während die Frontotemporale Demenz in 50 Prozent der Erkrankungen einen familiären Zusammenhang aufweist. Chrarakteristisch für Alzheimer ist ein zunehmender Gedächtnisverlust bzw. eine entsprechende Gedächtnisstörung. Diese kommt jedoch bei der frontotemporalen Demenz kaum vor. Die Symptome entwickeln sich hier eher in Richtung Verwahrlosung des Betroffenen oder mangelnde persönliche Hygiene. Veränderungen der Persönlichkeit kommen bei Alzheimer nur sehr selten vor oder treten deutlich später auf. Die frontotemporale Demenz äußert sich auch dahingehend, dass der Patient inkontinent wird oder unter einer Störung der Gesichtserkennung leidet. Auch ein verminderter Antrieb sowie Euphorie und kaum eine Krankheitseinsicht, gehören zu den hauptsächlichen Symptomen. Diese sind bei Alzheimer nur sehr selten zu finden. Dafür können sich diese Patienten bereits im frühen Krankheitsstadium nur mehr schlecht bewegen und sind gestört in ihren Handlungen, was hingegen wieder bei der frontotemporalen Demenz kaum vorkommt.

Demenz mit Lewy-Körperchen und ihr Unterschied zu Alzheimer

Es gibt noch eine wesentliche dritte Form der Demenz, die erst seit kurzem als eigenständige Krankheit gilt. Die Rede ist von der Demenz mit Lewy-Körperchen. Dieser Unterschied Demenz und Alzheimer war lange Zeit nicht bekannt, da sich die Symptome sehr stark ähneln. Vor allem gibt es mittlerweile auch eine Variante der Alzheimer Erkrankung, die im Gehirn nicht nur Alzheimer-Plaque bildet, sondern auch die Lewy-Lörperchen. Damit können die Symptome sich überlappen. Die gravierendsten Unterschiede der beiden Erkrankungen können aber eindeutig festgelegt werden. Dazu gehört, dass sich der Zustand von Patienten, die an Alzheimer leiden, eher langsam und nicht gerade stetig verschlechtert. Wer an Lewy-Körperchen Demez leidet, muss mit einem stark schwankenden Verlauf rechnen. Gedächtnisstörungen, also das allseits bekannte Vergessen wichtiger Fakten und Tatsachen, zeigt sich bei Alzheimer bereits früh, bei der Lewy-Körperchen Demenz dagegen eher spät. Dafür leiden Patienten dieser Demenz-Form eher an visuellen Halluzinationen und an Symptomen, die der Parkinson-Erkrankung entstammen. Alzheimer-Erkrankte leiden kaum, und wenn dann spät, an diesen Ausprägungen der Schüttellähmung.

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